Der Flügelschlag des Schmetterlings

Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien löst in Texas einen Tornado aus ist ein Zitat zur Umschreibung des „Schmetterlingseffekts“. Beschrieben hat diesen Effekt ein US-amerikanischer Meteorologe in den 70er Jahren im Zusammenhang mit der Chaostheorie.

Der Schmetterlingseffekt beschreibt folgende These: Wenn ein Schmetterling seine Flügel bewegt, so kann der dadurch entstehende Luftwirbel einen nächsten größeren Luftwirbel anstoßen, welcher wieder einen noch größeren anstößt und so weiter. Diese Kettenreaktion kann so weit ablaufen, dass der anfänglich kleine und harmlose Flügelschlag des Schmetterlings, als Tornado auf der anderen Seite der Welt endet.

Es ist somit nicht vorhersehbar wie sich eine kleine Änderung der Anfangsbedingung auf die langfristige Entwicklung eines Systems auswirkt. Anders als beim Schneeballeffekt geht es beim Schmetterlingseffekt um die Unvorhersehbarkeit der langfristigen Auswirkungen.

Alles was wir tun kann somit im Laufe der Zeit erhebliche Auswirkungen nach sich ziehen. Heruntergebrochen auf die Natur bzw. unsere Umwelt stellt sich die Frage „Können eher unbedeutend wirkende Kleinigkeiten ganze Ökosysteme beeinflussen?“ Die Antwort muss ganz klar Ja lauten.

Der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien löst in Texas einen Tornado aus (Bildquelle pexels.com)

Der Schmetterlingseffekt kann im Bereich der Natur durch folgende These umschrieben werden: „Sterben die Bienen aus, sterben wir Menschen aus“.

Die von vielen unterschätzte Änderung der Anfangsbedingung ist somit das Aussterben der Bienen -> Durch dieses Aussterben wird kein Hönig mehr produziert und auch die Bestäubung von Pflanzen findet nicht mehr statt -> Es wäre somit nur noch sehr wenig Obst, Gemüse und Getreide vorhanden -> Der Ausfall dieser Nahrungsmittel würde zu einem verringerten Angebot an Lebensmitteln aber auch zu einem Vitaminmangel in der Weltbevölkerung führen -> Dieses führt zu einer deutlich erhöhten Todesrate weltweit.

Dieses Beispiel ist sicherlich sehr überspitzt dargestellt. Bedenkt jedoch bitte trotzdem immer, auch noch so kleine Eingriffe in die Natur oder das Dezimieren oder Aussterben auch nur einer „kleinen“ Spezies kann weitreichende und nicht vorhersehbare Folgen für uns und unsere Umwelt nach sich ziehen.

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