Vegetanuary – Abschließendes Fazit

Heute ist der letzte Tag unserer ersten Challenge 2022. Dem Vegetanuary. Aber wie ist es uns mit einer fleischlosen Ernährung ergangen. Welche Erfahrungen konnten wir im Januar sammeln und wie fällt unser abschließendes Fazit aus? Ein kurzer Bericht.

In unserem Zwischenfazit konnten wir euch schon einen ersten Einblick in unseren vegetarischen Januar geben und einiges an Erkenntnissen mitteilen. Die Umstellung an sich auf eine vegetarische Ernährung war für uns im Großen und Ganzen nicht sehr schwer. Das Frühstück vegetarisch zu gestalten ist sehr leicht. Beim Mittagessen hätten wir normalerweise häufiger Fleisch gegessen. Aber es war immer recht simpel eine gute Alternative ohne Fleisch zuzubereiten.

In den Vor-Corona-Zeiten sind wir sehr gern Essen gegangen. Seit Corona bestellen wir nun eher regelmäßig bei unseren umliegenden Restaurants. Viel Auswahl bietet das Indische Essen. Dort stehen, da die Inder zum Großteil selbst Vegetarier sind, sehr viele vegetarische Gerichte zur Auswahl. Es fehlt eigentlich an nichts und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Beim Italiener kommt es sehr auf das jeweilige Restaurant an. Einige haben viele vegetarische Speisen, andere kaum. Zum Glück ist es aber fast immer möglich, gesondert zu bestellen. Ich bin z.B. großer Fan der Pizza Parma ohne Parma, denn ich mag Pizza mit Rucola, Tomaten und Parmesan. Leider gibt es häufig nur wenig vegetarische Pasta: Napoli, Arrabiata, Aglio e Olio und mit viel Glück ein Pesto. Sehr schwer hingegen war die Auswahl beim Mexikaner. Hier gab es meist je Kategorie nur ein vegetarisches Essen: z.B. Enchilada oder Fajita vegetaria. Allerdings war für uns die reine Gemüsevariante beim Mexikaner nicht sonderlich überzeugend.

Das Abendessen blieb auch weiterhin eher schwierig. Das klassische „deutsche Abendbrot“ jedoch war bei uns leider wenig abwechslungsreich. Eine Alternative und reichlich Abwechslung bieten hingegen leichte und warme Speisen zum Abendessen.

Unsere Tochter hat wie anfangs beschrieben nicht mitgemacht. Aber ihr Fleischkonsum war wie zuvor auch sehr gering. 2 mal in der Woche abends Salami, 1 mal im Januar einen Hähnchenschenkel und 2 mal Bratwürste. Da wir dabei Bio-Produkte kaufen, ist das für uns ok.

Die Fleischersatzprodukte haben uns nicht überzeugt. Vegetarischen Aufschnitt oder Ähnliches werden wir nicht wieder kaufen. Die Inhaltsstoffe sind, wie im Zwischenfazit beschreiben, nicht überzeugend. Was wir sicher noch einmal versuchen werden, sind vegetarische Saucen auf Basis von Soja-Geschnetzeltem oder Ähnlichem. Da sind die Zutaten gut und natürlich und es wird nicht versucht, Fleisch möglichst naturgetreu nachzuahmen.


Wie geht es nun weiter? Werden wir ab Februar wieder Fleisch essen oder bleiben wir der vegetarischen Ernährung treu? Ein klares Jein.

Wir werden definitiv deutlich weniger als zuvor und noch ausgewählter essen, wollen aber ehrlicherweise nicht ausschließen, dass ab und an ein gutes Bio-Steak auf dem Grill bzw. Teller landet. Ich denke, dass Fleisch-Aufschnitt, abgesehen von der Salami unserer Tochter, sehr viel weniger werden wird. Das werden wir jetzt bewusster im Auge behalten. Und sicherlich wird es auch weiterhin fleischfreie Tage, Wochen oder Monate geben. Nur Stand heute (noch) nicht dauerhaft. Für uns war es jedoch ein interessanter Januar und ein guter Einstieg in 2022, der uns definitiv nachdenklicher gemacht.

Habt ihr an einem Vegetanuary oder sogar Veganuary teilgenommen? Ernährt ihr euch generell, auch unabhängig dieser Events, vegetarisch oder vegan? Was waren eure Beweggründe und wie fällt euer Fazit aus? Lasst uns gerne ein Kommentar da.


Und hier noch etwas Theorie: Prinzipiell ist vegetarische Ernährung ist gesünder, fördert das Tierwohl und hat einen positiven Einfluss auf den Klimawandel. Innerhalb von 10 Jahren isst jeder Bundesbürger 1/2 Rind, 4 1/2 Schweine und 117 Hühner. Durch die Produktion der Fleischprodukte, aber auch die Pflege und Haltung (teilweise Massentierhaltung) werden in 10 Jahren ca. 3.000 bis 5.700 kg Co2 ausgestoßen1. Doch wie viel haben wir schlussendlich durch unseren vegetarischen Monat weniger an Fleisch gegessen bzw. konnten wir an Co2 einsparen.

Hier kommt unsere Abschlussrechnung: Laut Veggi-Blitzrechner haben wir Zwei durch unseren vegetarischen Monat im Durchschnitt 1/12 Schwein, 2 Hühner und 1/50 Rind nicht gegessen. Idealisiert wurden hierdurch ca. 100kg Co2 weniger ausgestoßen. Generell hatte unsere Umstellung eine moderate Auswirkung auf die Umwelt, das Klima und das Tierwohl.


1: blitzrechner.de

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